Sporthypnose

„Wir können ein Problem nicht auf der gleichen Ebene lösen,
auf der es erscheint, sondern nur auf einer höheren Ebene“.
(Albert Einstein)

„Mental gewinnen“ – Hypnose und Psycho-Kinesiologie im Sport

Die moderne Sporthypnose wird in allen Sportbereichen mit großem Erfolg angewandt. Der Vorteil der Sporthypnose im Vergleich zur klassischen Sportpsychologie liegt darin, dass sie die oft nicht leicht zu erkennenden Probleme, die einzelne Sportler haben und aufs Team übertragen, schneller, leichter und effektiver aufdecken und beseitigen kann. Da bekanntlich Zeit im Leistungssport ein extrem wichtiger Faktor ist, müssen Probleme möglichst schnell und nachhaltig gelöst werden. Oft sind es nur Nuancen, die über Erfolg und Niederlage entscheiden. Es gewinnt am Ende immer nur der (egal ob Einzel- oder Mannschaftssport), der sich am besten auf die im Moment anstehende Aufgabe fokusieren und alle stärkenden Ressourcen optimal nutzen kann.

Damit diese Ressourcen jederzeit abrufbar sind, müssen die einzelnen Disziplinen wie Motivation, Zielerreichung, Konzentration, vertiefte Fokusierung, Stärkung des Selbstwerts, Stressbewältigung, Auflösung von Erfolgshemmung, Verbesserung der Regeneration u.a. verbessert, auf einem hohen Level gebracht und dort gehalten werden.   

Wie ist das zu erreichen?

Der Sportler / Leistungssportler ist mit den selben Problemen behaftet wie jeder andere Mensch auch. Es ist deshalb grundsätzlich ein Fehler, den Sportler von Hause aus als einen besseren Menschen zu sehen und von ihm etwas zu verlangen, das er möglicherweise aufgrund seiner speziellen Ausprägung (Sozialisation) garnicht leisten / umsetzen kann.

Hier möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass die mentale Arbeit mit den Heranwachsenden (in den Jugendabteilungen) so früh wie möglich einsetzen muss, damit fehlerhafte Wiederholungen vermieden werden. Meine Erfahrung zeigt, dass unbewusste seelische Konflikte, die oft zu einem unbewussten Fehlverhalten führen, bei Jugendlichen relativ schnell korrigiert werden können. Es ist deshalb unverständlich, warum im Jugendbereich so wenig mental gearbeitet wird.  

Ich arbeite grundsätzlich mit Sportlern nicht anders als mit Nicht-Sportlern. Warum? Ganz klar: Es geht immer um ein Symptom, und das Symptom hat immer auch eine seelische Ursache, einen „unerlösten seelischen Konflikt“. Diesen gilt es herauszufinden und aufzulösen.

Während die Trainer in Verbindung mit der Sportpsychologie an der Oberfläche arbeiten (was ja auch richtig und garnicht anders machbar ist), d.h. mit rationalen Erklärungen und Affirmationen Automatismen einstudieren, gehe ich – als Ergänzung – mit Hilfe des Unbewussten in die Tiefe, an den Ursprung des Problems.

Wenn der Stürmer z.B. vor dem Tor hektisch wird, hat das immer einen tieferen Grund, den es herauszufinden gilt. Das geht in der Regel sehr schnell und kann u. U. schon mit einer Sitzung gelöst sein. Dabei wende ich ganz unterschiedliche Methoden an. Jede Methode ist individuell auf jeden Einzelnen ausgerichtet. Es geht immer darum, die Leistungsmöglichkeit weiter zu optimieren, die berühmte Nasenspitze vorne zu haben, wenn es zählt. Es geht im Wesentlichen in allen Lebensbereichen – und im Spitzensport im Besonderen – vor allem, egal welches Problem vorliegt, um Selbst-Entwicklung. Das Wort „Selbst“ ist in diesem Zusammenhang bedeutend, es ist ein innerer Prozess, die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Innere Widerstände und Blockaden können nur bedingt von außen über die Sprache gelöst werden, sie bedürfen das Unbewusste zur Erkennung und Befreiung verdrängter seelischer Konflikte. 

Da der Betroffene oft nichts weiß über seine psychische Verfassung (und das hat nichts mit „Verrücktsein“ zu tun!) schwächt er sich, ohne es zu wissen, selbst. Wird der unbewusste Zustand bewusst, verliert er seine negative Kraft. Auf den Stürmer bezogen, der in bestimmten Situationen nicht das abruft, was er kann, heißt das, er wird nach der Behandlung die Hektik verlieren und naturgemäß reagieren, d.h. das tun, was er trainiert hat: den Ball sicher im Netz unterzubringen. Genauso verhält es sich in anderen Mannschaftsteilen, so dass jeder Raum / jede Zone optimiert werden kann.  

Die Sporthypnose in Kombination mit der Psychokinesiologie wird meines Wissens immer noch sehr selten im Sport angewandt; ihre Schwerpunkte sind: 1. der mentale Bereich (Zielerreichung, Ressourcenentwicklung,  Widerstandsbearbeitung) und 2. Nutzung der Trance für die Regeneration und Schmerzbehandlung (denn jeder Mensch hat Schwachstellen im Körper, die bei seelischen Konflikten als Symptom fungieren). Diese Behandlungs-   und Heilmöglichkeiten kann alleine die Schulmedizin (auf der physischen Körperebene) in Verbindung mit der Physiotherapie nicht leisten.

Um eine lückenlose Betreuung und Behandlung zu gewährleisten, braucht der Sportler den „mentalen Körper“, das Arbeiten mit dem Unbewussten. Je früher der Sportler seine Probleme sieht und bearbeitet, je frührer wird er sein optimales Leistungsvermögen erreichen. Oft braucht es nicht viel, um eine Erleichterung, eine Verbesserung bzw. Heilung herbeizuführen, denn in jedem Problem steckt eine Ressource.